Wie kann man Werkzeuge sinnvoll aufbewahren?

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Vor inzwischen über einem Jahr habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Werkzeuge sinnvoll aufbewahren könnte. Damals bin ich davon ausgegangen, dass ich mir einen flachen Werkzeugschrank baue und ihn an meiner french-cleat Wand aufhänge. Inzwischen ist es anders gekommen.

Ein wichtiger Grund, der mich damals zum geschlossenen Schrank tendieren ließ, war der Schutz vor Staub und Spänen. Irgendwann ist mir allerdings aufgegangen, dass der Schrank während des Arbeitens ja in der Regel geöffnet sein würde, so dass Staub und Späne problemlos hinein gelangen können. Außerdem ist ein Schrank ein größeres Projekt, das man gut planen muss. Dagegen war es im verstrichenen Jahr meist so, dass ich einzelne neue Werkzeughalter gebaut habe, wenn ich mal eine Stunde Zeit hatte und mal wieder eine Kleinigkeit bauen wollte. In der Regel verwende ich dafür Reste und Abfallstücke.

Natürlich sieht meine Werkzeugwand mit den einzelnen Haltern nicht so schön aufgeräumt aus, wie das bei einem Werkzeugschrank der Fall wäre. Ich merke aber immer wieder, dass ich ständig noch viel dazu lerne, neue Werkzeuge entdecke, anschaffe und benutzen lerne. Daher ist die Werkzeugaufbewahrung  noch sehr im Fluss. Das etwas weniger „perfekte“ System ist für mich daher gerade am besten geeignet, auch wenn es weniger „her macht“.

Hier nun ein kleiner Einblick in meinen aktuellen Stand.

Werkzeugwand
Rechts oben sieht man das einfache Regal, das ich gleich zu Anfang gebaut habe. Ich finde es immer noch praktisch, einen unspezifischen Ablageplatz zu haben.

 

Werkzeugwand
Den Leimboy benutze ich inzwischen fast gar nicht mehr. Die Holdfasts hängen an einer Lade, in der andere Spannelemente für die Werkbank drin sind.
Werkzeugwand
Die Halter für den Gehörschutz und die Bench Cookies waren typische „Weniger-als-eine-Stunde-Zeit-Projete“. Die Sägenhalterung ist schon für weitere Handsägen vorbereitet und die Lade links in der Mitte enthält Zulagen (und einige Schraubenziehe und alte Stemmeisen, die demnächst WIRKLICH einen eigenen Platz bekommen sollen).
Hammerhalter
Diesen Hammerhalte habe ich neulich erst gebaut (siehe Video).
Werkzeugaufbewahrung
Die Werkzeugkoffer in einem einfachen Schrank unter der Werkbank funktionieren bisher sehr gut.
Zwingenaufbewahrung
Als die Zahl der Zwingen größer wurde, habe ich recht zügig diese Halterung gebaut. Ich habe nur wenige freie Wände, so dass ich oft solche Kompromisslösungen bauen muss.

Video

Zum Bau einiger der Halter habe ich ein Video gemacht.

Ausblick

Meine Werkstatt ist keine reine Holzwerkstatt. Es müssen auch noch zahlreiche Gartengeräte und andere Utensilien darin Platz finden. Ich habe aber in den letzten Wochen viele Regale freigeräumt, um mehr Platz zu schaffen und möchte über den Sommer daran gehen, etwas mehr Struktur und Ordnung in den Holzwerken-Teil der Werkstatt zu bringen.

Feedback

Was sind Eure Erkenntnisse und Lösungen zum Themas Werkzeugaufbewahrung? Was hat sich für Euch bewährt? Was würdet Ihr nicht mehr so machen? Ich freue mich über Eure Anregungen, die ich dann vielleicht bei meiner Werkstatt-Umstrukturierung anwenden kann!

Ein kleines Podest für die Terrasse bauen

Podest für die Terrasse

Auf unserer Terrasse gab es noch von den Vorbesitzern des Hauses eine gemauerte Pflanzeinfassung, die wir umnutzen wollten. Ich habe darauf ein kleines Podest aus Douglasie gebaut, so dass die Einfassung nun verkleidet ist und anderweitig genutzt werden kann. Dabei habe ich vor allem auf verschiedene Maßnahmen zum konstruktiven Holzschutz geachtet.

Podest für die Terrasse

Den Bau habe ich wieder in der Abteilung Anleitungen, Tipps & Tricks bei rubart.de dokumentiert: Bau eines einfachen Terrassenpodestes

Podest für die Terrasse

[Buch] Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder

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Meine Kinder sind immer gern mit mir in der Werkstatt und möchten auch immer mal wieder selbst Dinge aus Holz bauen. Dabei passen die vorgestellten Eigenschaften des geplanten Werkstücks und die Fähigkeiten aber oft nicht gut zusammen: Das Kind möchte etwas bauen, das toll klingt, das aber zum Beispiel aufwändige Holzbearbeitung erfordert oder Techniken beinhaltet, die ein Kind aus Sicherheitsgründen nicht umsetzen kann. Das ist natürlich frustrierend. Seit einigen Tagen haben wir ein Buch im Haus, das die Ideen meiner Kinder sprudeln lässt und das diese gleichzeitig in Bahnen lenkt, die für Kinder und begleitende Erwachsene gut umzusetzen sind. „Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder“ von Antje und Susann Rittermann schafft diesen Spagat und hat uns schon nach kurzer Zeit einige schöne Stunden in der Werkstatt beschert.

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[Fundstück #13] Ein Regal aus Valchromat als Treppe für ein Hochbett

Cristiana Felgueiras baut und macht viele verschiedene Dinge. Auf ihrem YouTube Kanal dokumentiert sie das. Neulich bin ich auf ihr aktuelles Projekt gestoßen: Sie baut ein Hochbett, das über eine Treppe aus Regalkästen zugänglich ist. Einerseits ist das Video interessant und unterhaltsam. Andererseits bin ich dadurch erneut auf das Material Valchromat aufmerksam geworden (das erste Mal ist es mir in der Wohnkiste von Raphael Poszgai begegnet, der hier bei mir im Ort seine Werkstatt hat). Valchromat scheint mir sehr interessant zu sein, um z.B. beim Möbelbau Akzente zu setzen. Vielleicht findet Ihr das ja auch einen Blick wert.

Einen Picknicktisch  bauen – Ausführliche Anleitung mit Videos

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An meiner Schule wollen wir am Ende des Schuljahrs im Rahmen der Projekttage ein Projekt anbieten, in dem wir mit Schüler/innen Picknicktische für den Schulgarten bauen. Dieses „grüne Klassenzimmer“ hat unter anderem einen Teich, seit kurzem auch eine Schulimkerei und außerdem viele heimische Büsche, Bäume und andere Pflanzen. Was bisher fehlt, sind Sitzmöglichkeiten, damit man z.B. im Biologieunterricht auch angemessen draußen arbeiten kann. Die Picknicktische sollen nun diese Lücke füllen.

Um den Bau einmal auszuprobieren und um eine vollständige Dokumentation davon zu haben, baute ich einen Tisch im Voraus. So konnte ich testen, ob alles so passt, wie ich es mir vorstelle und ob das Design auch mit Schüler/innen gut durchführbar ist. Dieser Blogpost und die beiden Videos (s.u.) sind nun die Dokumentation des Baus, so dass die Schüler/innen das schon im Voraus nachvollziehen können.

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[Fundstück #12] Meisterhafte Handarbeit im Möbelbau

Manchmal stehe ich vor einem alten Möbel und frage mich, wie es der Schreiner vor hundert oder zweihundert Jahren geschafft hat, dieses Möbel nur mit Handwerkzeugen herzustellen. Bei manchen Bauteilen kann ich es noch einigermaßen erahnen, bei anderen habe ich keinen blassen Schimmer, auf welche Art und mit welchem Werkzeug sie wohl hergestellt wurden. Das ist natürlich auch ein bisschen naiv, weil ich offenbar durch die Verwendung von Maschinen so weit von dieser Art der Arbeit weg bin, dass sie geradezu rätselhaft erscheint.

Nach und nach gewinne ich jedoch kleine Einblicke in diese Werkzeuge und Arbeitsabläufe. Sie faszinieren mich, denn meist wird deutlich, dass jemand mit einem Handwerkzeug und der Fertigkeit seiner Hände scheinbar unglaublich präzise Arbeiten hervorbringen konnte. Was die Maschinen heute an Präzision übernehmen, musste man früher durch viele Stunden Übung mit menschlicher Körperbeherrschung schaffen – und schaffte es auch.Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe bei Jay Bates ein Video gefunden, in dem eine solche Arbeit in der Gegenwart getan und dokumentiert wird. Viel Freude damit!

Summer of ‘99 – Reparatur eines Balkongeländers aus Douglasie

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Im Sommer 1999 habe ich für das Haus meiner Eltern ein Balkongeländer aus Douglasie gebaut, das bis heute noch gut in Form ist. Damals (mit zarten 23 Jahren) noch nicht so weitblickend, hatte ich allerdings einen Fehler gemacht: Das Holz wurde etwas knapp und so habe ich einen der Rahmen in der Länge zusammengesetzt. Leider war das genau an dem Teilstück, das dem Wetter am meisten ausgesetzt war. An der Leimfuge war über die Jahre immer wieder das Wasser eingedrungen, so dass das Holz völlig morsch geworden war.

Der Rest des Geländers ist noch völlig in Ordnung, daher habe ich das betreffende Teilstück repariert indem ich den kaputten Rahmen ausgetauscht und ersetzt habe.

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Die Reparatur habe ich für die Rubrik Anleitungen, Tipps & Tricks von rubart.de dokumentiert: Balkongeländer durch Wind und Wetter marode – Wie kann man das reparieren?

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[Fundstück #11] Nachbarschaftshilfe und Beratung via Smartphone

Heute mal ein etwas anderes Fundstück. Da ich die vorgestellte Plattform aber für eine gute Idee halte, möchte ich Euch darauf hinweisen.

Der Gründer von guzz.io, Tom Brückner, hat mich auf seine Community und App aufmerksam gemacht:

Guzz ist eine Community, in der sich Menschen live über Video-Chats in praktischen Dingen unterstützen können. Die Idee kam mir, als an einem Wochenende meine Waschmaschine kaputt ging und ich vergeblich auf Youtube und anderswo nach passenden Reparaturanleitungen gesucht habe; prompt habe ich die falsche Pumpe bestellt. Dabei hätte es eigentlich völlig genügt, wenn einfach mal jemand, der sich mit Waschmaschinen besser auskennt als ich, fünf Minuten draufgeschaut hätte. Warum nicht einfach über das Smartphone? […]

Technisch funktioniert Guzz ähnlich wie Skype, allerdings mit dem Unterschied, dass zusätzlich ein Matchmaking integriert ist, welches Ratsuchende und „Guzz-Gurus“ zusammenbringt. Jeder kann dabei zum Guzz-Guru werden, Guzz basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit (also quasi eine virtuelle Nachbarschaftshilfe oder neudeutsch Share Economy). Guzz nutzt obendrein die Möglichkeiten von Mobilgeräten konsequent aus. Man kann den Dienst somit nicht nur an jedem Ort nutzen (im Haus, im Garten und anderswo), sondern z. B. auch beide Kameras verwenden, um etwas live zu zeigen. (Quelle: E-Mail von Tom Brückner)

Ich finde die Idee interessant und unterstützenswert. Vielleicht finden sich in der Holzwerker-Community ja „Gurus“ (den Begriff hätte ich jetzt nicht gerade gewählt, aber na ja), die sich anbieten möchten. Oder man greift darauf zurück, wenn man in einem anderen Bereich Hilfe braucht: guzz.io

Dieser Post ist nicht gesponsort. Ich teile den Link, weil so eine Plattform von einer möglichst großen Mitgliederzahl  lebt und es mir sinnvoll erscheint, der Sache eine Chance zu geben.  

[Fundstück #10] Spannelemente für die Hobelbank

Vor einiger Zeit habe ich berichtet, wie ich meine Hobelbank einsetze und welche Spannelemente ich benutze. Heiko Rech hat dazu nun bei Holzwerken einen Artikel gepostet und ein anschauliches Video gemacht. Er zeigt verschiedene Möglichkeiten, Werkstücke zu fixieren und erläutert auch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode. U.a. zeigt er auch die Einsteckzwingen, die ich selbst nicht habe.