[Fundstück #16] Tipps für das Spannen langer Teile

Lange Schraubzwingen sind meist teuer und da man sie in einer Hobby-Werkstatt in der Regel nur selten braucht, stellt sich die Frage, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.

Heiko Rech gibt auf seinem Blog bei Holzwerken einige Tipps, welche alternativen Möglichkeiten es gibt.

Das Verleimen langer Bauteile kommt seltener vor, als man denken mag. Schränke oder Rahmentüren werden meist quer gepresst, auch wenn sie hoch sind. Da reichen dann Schraub- oder Klemmzwingen mit einer Spannweite von unter einem Meter aus. Manchmal braucht man aber eben doch mehr Spannweite und dann sind entsprechende Spannmittel gefragt. Es müssen dann aber nicht unbedingt die langen Schraubzwingen sein.
(Heiko Rech, Wenn’s mal länger wird)

Wenn es doch lange zwingen sein sollen: Relativ günstige und dennoch stabile und gut verarbeitete Zwingen habe ich bei Maschinenhandel Meyer gefunden. Im Einsatz kann man sie in diesem Beitrag sehen.

[Fundstück #15] Japanische Holzverbindungen

Die technischen Anforderungen an Alltagsobjekte und die zu damit verbundenen Herausforderungen sind über die Kulturen hinweg meist ähnlich. Wie bearbeitet man ein rundes, grobes Stück Holz, so dass es rechteckig und glatt wird? Wie verbindet man zwei Hölzer, damit sie länger werden als ein Ast oder Baum ist? Ich finde es sehr interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Lösungen  verschiedenen Kulturen für diese Probleme gefunden haben.

Im folgenden Video sieht man eine japanische Holzverbindung, die zwei Balken in Längsrichtung verbindet, um so einen längeren Balken zu erhalten. Die Verbindung kommt ohne Leim und ohne zusätzliche Metallteile aus und ist außerdem auch jederzeit lösbar.

The system of interlocking joints is engaged using a wedge which is hammered into open slots left in the wood by design. This method does require quite a bit of detailed woodworking, but when glues or screws are not an option, these joints are perfect. Not to mention, joining wood in this manner places congruent strain on the beam, and it does not create potential failure shear planes that can be present with other glue joining techniques.

In dem begleitenden Beitrag wird das noch etwas genauer erklärt und werden außerdem noch weitere Holzverbindungen gezeigt.

[Fundstück #14] Adrian McCurdy macht Möbel aus gespaltenem Holz

Adrian McCurdy macht sehr interessante Möbel, die teilweise eher Skulpturen ähneln und doch Gebrauchsgegenstände sind. In diesem Video von FineWoodworking sind einige seiner Stücke zu sehen, er erzählt dazu, wie er zu dieser Art von Arbeit kam (was in sich auch eine spannede „Lebensentwicklung“ ist).

Auch wenn die Videoqualität nicht besonders gut ist, finde ich doch die Möbel und seine Herangehensweise faszinierend.

Ein kleines Podest für die Terrasse bauen

Podest für die Terrasse

Auf unserer Terrasse gab es noch von den Vorbesitzern des Hauses eine gemauerte Pflanzeinfassung, die wir umnutzen wollten. Ich habe darauf ein kleines Podest aus Douglasie gebaut, so dass die Einfassung nun verkleidet ist und anderweitig genutzt werden kann. Dabei habe ich vor allem auf verschiedene Maßnahmen zum konstruktiven Holzschutz geachtet.

Podest für die Terrasse

Den Bau habe ich wieder in der Abteilung Anleitungen, Tipps & Tricks bei rubart.de dokumentiert: Bau eines einfachen Terrassenpodestes

Podest für die Terrasse

[Buch] Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder

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Meine Kinder sind immer gern mit mir in der Werkstatt und möchten auch immer mal wieder selbst Dinge aus Holz bauen. Dabei passen die vorgestellten Eigenschaften des geplanten Werkstücks und die Fähigkeiten aber oft nicht gut zusammen: Das Kind möchte etwas bauen, das toll klingt, das aber zum Beispiel aufwändige Holzbearbeitung erfordert oder Techniken beinhaltet, die ein Kind aus Sicherheitsgründen nicht umsetzen kann. Das ist natürlich frustrierend. Seit einigen Tagen haben wir ein Buch im Haus, das die Ideen meiner Kinder sprudeln lässt und das diese gleichzeitig in Bahnen lenkt, die für Kinder und begleitende Erwachsene gut umzusetzen sind. „Werkstatt Holz – Techniken und Projekte für Kinder“ von Antje und Susann Rittermann schafft diesen Spagat und hat uns schon nach kurzer Zeit einige schöne Stunden in der Werkstatt beschert.

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[Fundstück #13] Ein Regal aus Valchromat als Treppe für ein Hochbett

Cristiana Felgueiras baut und macht viele verschiedene Dinge. Auf ihrem YouTube Kanal dokumentiert sie das. Neulich bin ich auf ihr aktuelles Projekt gestoßen: Sie baut ein Hochbett, das über eine Treppe aus Regalkästen zugänglich ist. Einerseits ist das Video interessant und unterhaltsam. Andererseits bin ich dadurch erneut auf das Material Valchromat aufmerksam geworden (das erste Mal ist es mir in der Wohnkiste von Raphael Poszgai begegnet, der hier bei mir im Ort seine Werkstatt hat). Valchromat scheint mir sehr interessant zu sein, um z.B. beim Möbelbau Akzente zu setzen. Vielleicht findet Ihr das ja auch einen Blick wert.

Einen Picknicktisch  bauen – Ausführliche Anleitung mit Videos

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An meiner Schule wollen wir am Ende des Schuljahrs im Rahmen der Projekttage ein Projekt anbieten, in dem wir mit Schüler/innen Picknicktische für den Schulgarten bauen. Dieses „grüne Klassenzimmer“ hat unter anderem einen Teich, seit kurzem auch eine Schulimkerei und außerdem viele heimische Büsche, Bäume und andere Pflanzen. Was bisher fehlt, sind Sitzmöglichkeiten, damit man z.B. im Biologieunterricht auch angemessen draußen arbeiten kann. Die Picknicktische sollen nun diese Lücke füllen.

Um den Bau einmal auszuprobieren und um eine vollständige Dokumentation davon zu haben, baute ich einen Tisch im Voraus. So konnte ich testen, ob alles so passt, wie ich es mir vorstelle und ob das Design auch mit Schüler/innen gut durchführbar ist. Dieser Blogpost und die beiden Videos (s.u.) sind nun die Dokumentation des Baus, so dass die Schüler/innen das schon im Voraus nachvollziehen können.

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[Fundstück #12] Meisterhafte Handarbeit im Möbelbau

Manchmal stehe ich vor einem alten Möbel und frage mich, wie es der Schreiner vor hundert oder zweihundert Jahren geschafft hat, dieses Möbel nur mit Handwerkzeugen herzustellen. Bei manchen Bauteilen kann ich es noch einigermaßen erahnen, bei anderen habe ich keinen blassen Schimmer, auf welche Art und mit welchem Werkzeug sie wohl hergestellt wurden. Das ist natürlich auch ein bisschen naiv, weil ich offenbar durch die Verwendung von Maschinen so weit von dieser Art der Arbeit weg bin, dass sie geradezu rätselhaft erscheint.

Nach und nach gewinne ich jedoch kleine Einblicke in diese Werkzeuge und Arbeitsabläufe. Sie faszinieren mich, denn meist wird deutlich, dass jemand mit einem Handwerkzeug und der Fertigkeit seiner Hände scheinbar unglaublich präzise Arbeiten hervorbringen konnte. Was die Maschinen heute an Präzision übernehmen, musste man früher durch viele Stunden Übung mit menschlicher Körperbeherrschung schaffen – und schaffte es auch.Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe bei Jay Bates ein Video gefunden, in dem eine solche Arbeit in der Gegenwart getan und dokumentiert wird. Viel Freude damit!