Warme Werkstatt im Winter: Elektro-Heizlüfter

In meinem vorigen Beitrag habe ich meinen Infrarotheizstrahler vorgestellt, der einen begrenzten Bereich angenehm beheizt. Wenn es sehr kalt ist und ich die Grundtemperatur in der Werkstatt etwas erhöhen möchte, nutze ich einen Elektro-Heizlüfter.

Wie schon im letzten Beitrag möchte ich darauf hinweisen, dass ich die hier und dort vorgestellten Geräte von der Firma Trotec kostenlos erhalten habe. Ich habe mich bemüht, dass das mein Urteil nicht beeinflusst.

Während der Infrarotheizstrahler durch Strahlungswärme heizt, die er in seine unmittelbare Umgebung abgibt, funktioniert diese Heizkanone (Modell TDS 50 R) anders: Eine Heizspirale wird mit Strom erwärmt und ein starker Ventilator hinten im Gerät erzeugt einen Luftstrom, der die warme Luft in den Raum bläst. Das bedeutet, dass man mit diesem Gerät den Vorteil hat, dass man einen kompletten Raum zügig warm bekommt, denn die warme Luft verteit sich schnell.

Der Nachteil gegenüber dem Heizstrahler ist, dass die Luft eben auch verwirbelt und aufgewirbelt wird. Die Holzwerkstatt sollte also halbwegs sauber sein, weil man sonst den Staub im Raum umher pustet. Außdem erzeugt der Ventilator im Betrieb ein recht lautes Geräusch.

Aufstellung

Der Heizlüfter ist sehr robust und transportabel. Man kann ihn also überall hinstellen, wo man die Steckdose hat. Ich habe die Variante mit Starkstrom, so dass die Heizkanone dort steht, wo ich meine einzige Starkstromsteckdose habe.

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Maschinenhandel Meyer

Bedienung

Man kann über einen Thermostat eine grobe Temperaturregelung vornehmen, wobei keine konkreten Temperaturangaben vorhanden sind. Außerdem kann man zwei Heizstufen wählen und eine reine Gebläsestufe ohne Heizung.

Der Thermostat schaltet die Heizschlange ab, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist. Der Lüfter läuft aber nach, so dass einerseits die vorhandene Wärme der Heizschlange konstant abgegeben wird und andererseits auch nach Abschalten die Bauteile zunächst abgekühlt werden. Erst wenn das Gerät wieder kühl genug ist, schaltet sich auch der Lüfter ab.

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Praktischer Einsatz

Ich verwende das Gerät, um die Grundtemperatur leicht zu erhöhen. Ein Beipiel: An einem nicht allzu kalten Wintertag habe ich in meiner Werkstatt 7 °C. Wenn ich weiß, dass ich später in der Werkstatt arbeiten möchte, schalte ich eine halbe Stunde vorher die Heizkanone auf schwacher Stufe ein. Wenn ich dann wiederkomme, habe ich 10 – 11 °C im Raum, was für mich im Winter völlig ok ist.

Der Heizlüfter hat eine Gesamtleistung von 9000 W. Das ist für größere Räume natürlich mächtig Heizleistung, kostet aber natürlich auch entsprechend Strom. Für meine Zwecke brauche ich diese Maximalleistung in der Regel nicht.

Fazit

Die Heizkanone ist für eine Grunderwärmung meiner Werkstatt sehr praktisch. Allerdings ist meine Werkstatt ungedämmt, so dass die Wärme durch Betonwände und -decke auch gleich wieder entweicht. Wenn ich wenige Stunden arbeite, passt das: Dann lasse ich die Heizkanone zwei bis drei Mal für ca. 15 Minuten laufen, um eine angenehme Gesamttemperatur zu bekommen. Insgesamt habe ich so in Kombination mit dem Infrarotheizstrahler eine flexible Lösung.

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