Frästischeinsatz für die Tischkreissäge

Frästischeinsatz für die Tischkreissäge

Schon länger hat es mich gestört, dass ich Nuten bei einfachen Schubladen, wie z.B. bei meinem Schreibtischorganizer, mit der Tischkreissäge herstellen musste. Daher bin ich nun daran gegangen, mir einen Frästischeinsatz für die Tischkreissäge zu bauen.

Material und Vorbereitung

Meine Bosch GTS 10 XC Tischkreissäge hat eine Tischverbreiterung, die man seitlich ausziehen kann. In diesem Zustand öffnet sich ein Freiraum, in den man den Frästischeinsatz einsetzen kann. Die Maße ergeben sich aus der Größe der Öffnung und sind im folgenden Bild zu sehen. Ich habe eine 22 mm Siebdruckplatte verwendet. Hier findest Du alle weiteren benötigten Materialien (das sind Affiliate-Links: Wenn Du damit kaufst, zahlst Du den regulären Preis, ich erhalte jedoch eine kleine Provision pro Produkt).

In meinem Frästischeinsatz soll die Triton Oberfräse Triton MOF 001 zu Einsatz kommen. Die Materialien für den Frästisch stammen von Kreg. Sowohl Triton als auch Kreg gehören zu meinen Partnerfirmen und haben mir die Materialien kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Einlegeplatte wird als Schablone für den zu fräsenden Ausschnitt verwendet. Um der Platte ein wenig Spiel zu geben, habe ich sie auf allen Seiten mit zwei Streifen Kreppband versehen und dann Holzleisten bündig drum herum angeordnet und mit doppelseitigem Klebeband auf der Siebdruckplatte fixiert.

Die Einlegeplatte von Kreg gibt es für die Triton Oberfräse schon fertig gebohrt. Die Platte ist auf dicken, festem Kunststoff und ist sehr stabil.

Herstellung des Ausschnitts für die Einlegeplatte

Um den Ausschnitt anzufertigen, bohrte ich zunächst in die Ecken mit einem 35 mm Forstnerbohrer vier Löcher. Dieser Bohrdurchmesser stimmt dann genau mit der Rundung der Ecken der Einlegeplatte überein.

Anschließend sägte ich den Ausschnitt mit der Stichsäge grob aus, ließ aber noch etwas Material stehen, damit ich später die saubere Kontur mit der Oberfräse abnehmen können würde.

Im folgenden Bild sieht man den zweiten Satz Konturhölzer. Die ersten waren sägerau, so dass das doppelseitige Klebeband nicht hielt und sie abfielen. Beim zweiten Mal nahm ich dann Sperrholz.

Ich legte in die Mitte der Öffnung die selbe Materialstärke an Platten, so dass die Oberfräse sauber und sicher geführt werden konnte.

Da der Bündigfräser, den ich verwende, einen kleineren Durchmesser hat als die 35 mm des Forstnerbohrers, konnte ich damit nicht bis ganz in die Ecken fahren (sonst hätte der Eckenradius nicht mehr gepasst). Ich markierte daher auf den Führungsleisten die Mitte des Ecklochs, um hier später mit dem Fräsen aufhören zu können (das klingt komplizierter als es ist – einfach im Video unten anschauen, dann sollte es klar werden).

Nun konnte ich mit einem Bündigfräser mit obenliegendem Anlaufring an den Konturhölzern entlang fahren und damit einen genau für die Einlegeplatte passenden Ausschnitt erzeugen. Der Anlaufring fährt dabei an den Konturhölzern entlang und da er genau den selben Durchmesser wie der Fräser hat, kann man damit die vorher geschaffene Form genau einfräsen.

Maschinenhandel Meyer

Montage des tragenden Flachstahls

Nach dem Fräsen montierte ich die Platte provisorisch mit Zwingen in der Öffnung des Sägetischs. Anschließend bohrte ich Löscher in zwei Stücke Flachstahl (16 x 3 mm) und senkte die Löcher. Achtung: 16 x 2 mm sind in diesem Fall unproblematischer, siehe das Video unten (Diskussion am Ende).

Die Flachstähle wurden dann seitlich an die Einlegeplatte geschraubt, so dass diese auf den Auszugschienen des Sägetischs aufliegt.

Montage der Einlegeplatte

Zur Montage der Einlegeplatte habe ich die so genannten Levellers von Kreg benutzt. Diese tragen die Platte und haben pro Ecke zwei Madenschrauben, mit denen man die Höhe der Einlegeplatte bequem und sehr exakt anpassen kann.

Die Einlegeplatte wird dann noch von oben mit je einer Maschinenschraube pro Ecke fixiert.

Vorbereitung der Oberfräse

Die Oberfräse hat u.a. eine starke Feder, die im handgeführten Betrieb das Heben des Fräsers erleichtert. Im eingebauten Betrieb erschwert diese Feder die Höhenverstellung mit der Handkurbel, so dass ich sie entnommen habe. Außerdem muss man die Fußplatte der Fräse abmontieren, damit man sie unter die Einlegeplatte schrauben kann.

Diese Teile werden dann für die Benutzung der Fräse im Frästisch nicht benötigt.

Nun kann man die Fräse unter die Einlegeplatte schrauben und diese dann in den Sägetisch einhängen.

Sicherheitsschalter

Um eine sichere Benutzung der damit stationären Fräse zu gewährleisten, muss man einen Sicherheitsschalter verwenden. Diesen gibt es günstig zu kaufen. Ich habe ihn einfach mit einem Holzklotz unter die Siebdruckplatte geschraubt. Er hat eine „Steckdose“ und einen fest montierten Stecker, so dass man ihn einfach zwischen das Netzkabel der Fräse und ein Verlängerungskabel schalten kann.

Ergebnis

Nach dem Einbau ist der Frästisch fertig. Die Fräse kann mit einer mitgelieferten Handkurbel von oben durch den Tisch höhenverstellt werden, was sehr praktisch ist.

Wenn man wenig Platz hat oder den Aufwand bzw. die Kosten für einen „richtigen“ Frästisch scheut, ist diese Lösung sehr praktisch, weil sie schnell und relativ günstig umgesetzt werden kann.

Alle Materialien in der Übersicht (Alle dortigen Links sind Affiliate-Links: Wenn Du mit diesen Links das Material kaufst, zahlst Du den regulären Preis, ich bekomme jedoch eine kleine Provision für die Vermittlung).

Video

Wie immer zeigt das Video den Bau ausführlicher. Außerdem bespreche ich am Ende die wichtigen Erkenntnisse und Tipps.

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