Bau eines Tablet-Stativs als Scan-Hilfe

Tablet Stativ Ich lese relativ viele Sachbücher und streiche mir dabei meist auch wichtige Passagen an. Trotz des Anstreichens kommt es aber immer wieder vor, dass ich mich zwar erinnere, in einem Buch etwas Bestimmtes gelesen zu haben, dass ich aber die konkrete Stelle nicht mehr finde. Für dieses Problem schafft nun eine kombinierte Lösung Abhilfe:

  • Mit der App Scannable kann man gedruckte Seiten sehr schnell und in sehr guter Qualität scannen.
  • Evernote führt in den darin gespeicherten Fotos und in der Pro-Version auch in PDFs eine Texterkennung durch, so dass die Inhalte durchsuchbar werden.
  • Beide Apps kommunizieren miteinander, so dass ich Scans aus Scannable mit wenigen Taps in Evernote speichern kann. So kann ich also die Seiten mit wichtigen Anstreichungen einfach per Scannable digitalisieren und erhalte so in Evernote durchsuchbaren Text.
  • Die handwerkliche Komponente kommt in Form eines Stativs ins Spiel, das den Ablauf des Digitalisierens robuster machen und beschleunigen soll.

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[Fundstück #6] Bosch und Mafell Tauchsäge auf Festool Schiene benutzen

In meinem Beitrag über mein in die Werkbank integriertes Zuschnittbrett habe ich angemerkt, dass meine Bosch-Tauchsäge auf der Festool-Schiene keine sauberen 90°-Winkel schneidet. Ein Kommentar von Uwe hat mich nun auf eine Lösung von Michael Hild hingewiesen:

Das Problem:
Ein großer Vorteil der Mafell MT 55 cc ist, dass sie auch auf Festool kompatiblen Schienen einsetzbar ist.
Bei den Makita Schienen funktioniert dies auch problemlos, da diese über sehr breite Gleitstreifen verfügen. Bei den original Festool Schienen gibt es ein kleines Problem. Die Gleitstreifen sind schmaler und der Belag neben der eigentlichen Schiene sitzt nicht direkt daneben, sondern ca. 12mm weiter außen.

[…]

Die Lösung:

[…]

Ich habe mit einer Heißluftpistole die Gleitbeläge samt Kleber erwärmt, die Streifen entfernt und außerhalb deren kleinen Nut wieder aufgeklebt. Das erwärmen bringt den Vorteil, dass die Streifen weicher wurden, sich leichter ablösen ließen und der Kleber an den Streifen blieb und wiederverwendet werden könnte.

Quelle: Anpassung der Festool Führungsschienen an die Mafell MT 55 cc

Das werde ich in nächster Zeit mal ausprobieren. Danke für den Hinweis an Uwe und für den Beitrag an Michael.

Verbesserungen am Wabeco Bohrständer

wpid-wabeco-klemmhebel-modifikation_004.jpg Während des Baus meines Bohrtisches habe ich am Wabeco-Bohrständer – ebenso wie Holzwurm Tom – bemerkt, dass die Einstellung des Tiefenstopps mit Hilfe eines Inbus-Schlüssels ziemlich umständlich ist. Ebenfalls von Tom habe ich die Idee übernommen, die entsprechenden Schrauben durch Klemmhebel zu ersetzen. Allerdings ließ sich dann der Hebel für den vertikalen Vorschub des Bohrständers nicht mehr am rechten Klemmhebel vorbei bewegen. Hierfür habe ich nun eine Lösung gefunden, die zwar nicht ideal ist, aber bisher für mich den besten Kompromiss darstellt.

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Bau eines Bohrtisches für den Wabeco Bohrständer

wpid-bohrtisch_027.jpg In meiner noch recht jungen Werkstatt wurde bald klar, dass ich eine Möglichkeit brauche, exakt rechtwinklige Löcher zu bohren. Ich habe daher überlegt, ob ich mir eine Tischbohrmaschine oder eine Handbohrmaschine mit Bohrständer anschaffen sollte. Nch ein paar Monaten Bedenkzeit und einiger Recherche im Netz habe ich mich nun für einen Wabeco-Bohrständer (75 cm Säule, 50 cm Ausleger) mit einer guten Bosch-Bohrmaschine entschieden.

Bei der Bohrmaschine gefällt mir, dass der vordere Teil einschließlich des Bohrfutters und des Halses aus Metall sind, so dass ich keine Bedenken habe, die Maschine fest in die Manschette des Bohrständers einzuspannen. Außerdem arrettiert das Bohrfutter automatisch, wenn man daran dreht, so dass der Bohrerwechsel sehr leicht vonstatten geht. Die Maschine hat eine Drehzahlvorwahl und natürlich einen Schalter für den Dauerbetrieb.

Um mein Setup für die Arbeit mit Holz zu optimieren, habe ich mir einen Bohrtisch dazu gebaut.

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Überlegungen zur Werkzeugaufbewahrung

In meiner noch jungen Werkstatt gibt es noch keine Aufbewahrung für Handwerkzeuge. Bisher lagern diese noch in einer Werkzeugkiste, die auf dem Boden steht. Das ist ist für die Arbeit an der Werkbank sehr unpraktisch, daher mache ich mir seit einiger Zeit Gedanken über eine permanente Werkzeugaufbewahrung an der Wand (die ja schon mit dem french cleat-System vorbereitet ist).

Ideenfindung

Im Netz gibt es jede Menge Ideen zur Aufbewahrung von Werkzeugen aller Art. Einige Videos dazu habe ich schon im Artikel über meine french cleat-Winkelleisten eingebunden. In letzter Zeit haben auch zwei deutsche Holzwerker ihr french-cleat-System vorgestellt: Patrick Holzwerker und Holzwurm Tom. Diese Systeme gefallen mir sehr gut und es ist sehr schön, dass man sich aus solchen Blogposts Anregungen für die konkrete Umsetzung holen kann (Danke dafür!).

Eine Sache ist für mich aber noch nicht abschließend gelöst: Ich denke, dass die Werkzeuge in diesen offenen Systemen schnell verstauben und dass sich Staub und Späne in den Winkelleisten sammeln werden (möglicherweise haben alle ein tolles System zur Staubabsaugung, ich habe jedoch nur einen einfachen Werkstattsauger, der bisher auch noch nicht auf alle Handmaschinen passt). Matthias Wandel erwähnt dieses Problem auch bei der Vorstellung seines Systems, das er ohne french cleats realisiert hat:

Ich möchte meine Aufbewahrung jedoch auf jeden Fall flexibel gestalten, weil ich sicher bin, dass sich meine Bedürfnisse und die Werkzeugaustattung im Laufe der Zeit verändern werden. Daher tendiere ich derzeit dazu, einen geschlossenen Schrank zu bauen, der einerseits auf den Winkelleisten hängt und andererseits im seinem Innern ebenfalls mit Winkelleisten ausgestattet ist, so dass ich sowohl die Position des Schranks als auch seine Inneneinteilung verändern kann, wenn das nötig wird.

Um den Platz möglichst gut auszunutzen, möchte ich sowohl den Korpus als auch die Türen für die Aufbewahrung nutzen. Ich denke dabei an einen Schrank in der Art von den beiden Folgenden (wobei ich handwerklich und bezüglich meiner Werkzeuge noch nicht so weit bin, dass ich das aus Massivholz und mit Zinkenverbindungen realisieren könnte):

David Barron

Mitch Peacock

Die Version mit den zwei Türen gefällt mir besser, so ähnlich könnte das bei mir aussehen, wenn ich hoffentlich demnächst wieder etwas mehr Zeit habe und dieses Projekt angehen kann.

[Fundstück #5] Von der Eichel zur jungen Eiche in acht Monaten

The acorn was collected in September and filmed in an underground set using a 2 hour interval between exposures.

The acorn split soon after it was planted and continued to split during the winter months. In January the first sign of root growing could be seen followed in February by the emergence of shoot.

In March the shoot broke through the soil surface.

The leaves formed between March and April.

[Gefunden bei The Kid Should See This]

[Foto] Alte Tischkreissäge

Eine alte, wohl selbstgebaute Tischkreissäge. Sie wird über einen Treibriemen von einem zentral in der Scheune montierten Motor angetrieben. Hin und wieder ist sie noch für das Sägen von Brennholz in Betrieb.

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[Gefunden auf einem alten Hofgut]

[Fundstück #3] Horizontalbohren mit dem Bohrständer

Ernst:

Für Pfosten oder Platten wäre es oft praktisch exakt horizontal bohren zu können. In diesem Beitrag geht es darum mit einem Bohrständer und einem selbsgebauten Bohrtisch exakt und wiederholgenau horizontal zu Bohren.

[Gefunden bei Ernst’s Heimwerker-Blog: Horizontalbohren mit dem Bohrständer]

Dieser Beitrag hat mir die Frage beantwortet, ob ich mir künftig eher eine Tischbohrmaschine oder eine gute Bohrmaschine im Bohrständer zulegen soll. An die Möglichkeit, horizontal zu bohren, hatte ich bis dahin gar nicht gedacht. In vielen Fällen ist das aber praktisch oder sogar nötig. So kann man z.B. lange Werkstücke in die Stirnseite bohren, was mit einer Tischbohrmaschine nicht ginge. Mit dem Wabeco-Borständer kann man auch im 45-Grad-Winkel bohren, was evtl. auch mal praktisch ist.

Insofern bin ich jetzt entschieden, dass eine gute Bohrmaschine mit Bohrständer auf den »Wunschzettel« kommt.