Mauis magischen Fischhaken selbst bauen (inspiriert von „Vaiana“)

Nachdem mein Sohn den Film „Vaiana“ gesehen hatte, war er sehr begeistert von Mauis magischem Fischhaken. Wir hatten ein wenig Zeit und haben daher zusammen den Haken aus ein paar Kantholzresten und ein paar Meter Schnur nachgebaut.

Bei Marc Spagnuolo (The Wood Whisperer) fand ich kostenlose Pläne für den Umriss des Hakens. Außerdem habe ich in seinem Video eine Idee davon bekommen, wie ich den Haken realisieren könnte.

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Zuschnitt und Verleimen

Zunächst habe ich von den Kanthölzern die Fase weggesägt, um die verleimen zu können. Normalerweise hätte man die Flächen noch abrichten und hobeln sollen, damit sie wirklich plan werden und eine dichte Leimfuge ergeben. Ich habe allerdings keine Hobelmaschine, daher musste es der Schnitt der Tischkreissäge tun. Die Leimfuge ist trotzdem hinreichend dicht geworden.

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Anschließend legte ich die Hölzer auf den ausgedruckten Umriss und zeichnete an, wie lang die einzelnen Stücke werden müssen. Mit der Gestellsäge sägte ich sie grob auf Länge.

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Nun konnte ich sie sie in Hakenform auslegen und markieren, so dass später alle Stücke am korrekten Platz liegen würden.

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Es folgte das Verleimen.

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Aussägen der Form

Nachdem der Leim getrocknet war, bohrte ich an die Stellen mit engen Kurven mit dem Forstnerbohrer vor, so dass ich hier später mit der Stichsäge weniger Probleme haben würde. Anschließend sägte ich die Kontur grob mit der Stichsäge aus. Es kommt hier nicht so sehr auf Genauigkeit an, da der ganze Haken später ohnehin intensiv mit der Raspel nachgeformt wird.

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Gestaltung der Form

Nach dem groben Aussägen mit der Stichsäge markierte ich die halbe Stärke des Materials sowie eine Linie auf der Fläche ca. 2 cm vom Rand mit dem Streichmaß. Diese Linien dienten mir als Referenz für die Gestaltung der Rundung.

Danach ging es ans Raspel. Ich habe einige Stunden lang das Werkstück mit der Raspel bearbeitet. Das war zwar anstrengend, aber auch sehr schön – es hatte fast etwas von Bildhauerei, den Haken frei nach Gefühl zu bearbeiten und so langsam die Form herauszuarbeiten. Eine sehr schöne Tätigkeit!

Nach der Raspel kamen noch Feilen, Schleifpapier und der Exzenterschleifer zum Einsatz, bis der Haken eine glatte, gleichmäßige Oberfläche hatte.

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Erstellung des Griffs

Im Film hat der Haken einen Griff aus Tau. Diesen bildete ich mit einer Kunststoff-Schnur nach, die aber aussieht wie ein Naturseil. Ich arbeitete mit dem Stemmeisen etwas Material am Griff bis zu einer Kante heraus, damit der Übergang zwischen dem umwickelten und dem nicht umwickelten Teil weniger abrupt war. Danach bohrte ich ein Sackloch, das das eine Ende der Schnur aufnahm. Ich klebte es mit Alleskleber hinein und wickelte den Rest der Schnur auf die mit Weißleim eingestrichene Fläche. Zwischendurch musste ich neu beginnen, weil es mir nicht gelang, den „Knubbel“ im Griff mit einer Wicklung angemessen zu bedecken. Am Ende bohrte ich wieder ein Loch, um das andere Ende der Schnur zu verwahren (Details siehe Video).

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Ornamente

Mein Sohn war für das Bemalen zuständig und zeichnete die Ornamente, die dann mit Klarlack übersprüht wurden. Hier habe ich einen Fehler gemacht: Der Zeichenstift ist wasserlöslich, der Klarlack ebenfalls. Daher hat der Lack die Bemalung teilweise angelöst und verwischen lassen. Das war zwar etwas ärgerlich, aber auch nicht weiter tragisch.

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Ergebnis

Hier ist das Ergebnis. Mein Sohn hat viel Freude an dem Haken und ich hatte viel Freude an der Herstellung – Was will man mehr!

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Video

Wie immer zeigt das Video den Bau noch ausführlicher. Außerdem bespreche ich noch einige Punkte, die ich gelernt habe.

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